Digitales Kollaborationsnetzwerk

Durch diese digitale Kollaboration können die Potentiale von Additive Manufacturing vollumfänglich und in kürzester Zeit erschlossen und einem breiten Anwenderkreis zugänglich gemacht werden. Darüber hinaus werden weitere 3D-Technologien, wie Augmented Reality (AR) und 3D-Scanning, sinnvoll in den Additive Manufacturing-Entstehungsprozess integriert. Neben Additive Manufacturing gewinnen auch weitere 3D-Technologien, wie 3D-Scanning und Augmented Reality (AR), zunehmend an Marktrelevanz. Durch Integration dieser Technologien in den interorganisational verteilten Additive Manufacturing-Entstehungsprozess eröffnen sich vielfältige Nutzenpotentiale. So kann z.B. die Bauteilerfassung mittels mobiler 3D-Scanner vereinfacht werden, um so dem Additive Manufacturing-Dienstleister schnell eine erste Vorstellung der Entwicklungsaufgabe zu geben. Mittels AR wird die Interaktion der Partner im Kollaborationsnetzwerk optimiert, indem der Additive Manufacturing gerechte Bauteilentwurf des Additive Manufacturing-Dienstleisters dem Additive Manufacturing-Anwender kundengerecht veranschaulicht wird.

Ein entscheidender Erfolgsfaktor für Additive Manufacturing ist die unternehmensübergreifende digitale Kollaboration. Der damit einhergehende Umdenkprozess ausgehend von bestehenden Wertschöpfungsstrukturen ist gerade für KMUs eine Herausforderung. Es bedarf einer transparenten Darstellung von Kollaborationsformen, Wertschöpfungsnetzwerken sowie unternehmensübergreifenden Geschäftsmodellalternativen. Das digitale Kollaborationsnetzwerk bringt die beteiligten Additive Manufacturing-Kollaborateure zusammen und bildet den Ausgangspunkt für die Ableitung neuer Additive Manufacturing-Geschäftsmodelle.

Dr.-Ing. Harald Anacker
Fraunhofer IEM
harald.anacker@iem.fraunhofer.de
Telefon: +49 5251 5456-324

Dr.-Ing. Jan Berssenbrügge
Fraunhofer IEM
jan.berssenbruegge@iem.fraunhofer.de
Telefon: +49 5251 6062-32

Das Verbundprojekt aus 5 Partnern wird mit einem Fördervolumen von rund 1,7 Mio. € im Technologie- programm »PAiCE (Platforms | Additive Manufacturing | Imaging | Communication | Engineering) – Digitale Technologien für die Wirtschaft« unterstützt. PAiCE ist ein Technologieprogramm des Bundes- ministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), für das sich insgesamt 15 Verbünde aus Wissenschaft und Industrie zur Förderung qualifiziert haben. Ziel dieses Programms ist es, Deutschlands Spitzenstellung als hochwertiger Produktionsstandort und als Anbieter für modernste Produktionstechnologien weiter zu stärken. Betreut wird das Projekt mit einer Laufzeit von drei Jahren durch den Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR PT).